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Universität Graz Future Education - Forschungsnetzwerk der Universität Graz Forschungscluster Forschungscluster Bildungstechnologie(n): interdisziplinär, innovativ, disruptiv (BI2D) Neue Methode zur Identifizierung von „Ecogames“
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Neue Methode zur Identifizierung von „Ecogames“

Manuel Ninaus und Moritz Edlinger nutzten Ki und LLM, um „Ecogames“ zu identifizieren ©Uni Graz
©Uni Graz
Manuel Ninaus und Moritz Edlinger nutzten Ki und LLM, um „Ecogames“ zu identifizieren

Moritz Edlinger und Manuel Ninaus vom Bildungstechnologien-Cluster nutzten KI und Large Language Models, um aus einem riesigen Datensatz an Online-Spielebewertungen die sprichwörtlichen Nadeln im Heuhaufen zu finden. In ihrem jüngsten Paper stellen sie die neue Methode vor. 

Rund 10.000 neue Spiele werden jährlich allein auf der Online-Gaming-Plattform Steam veröffentlicht. Ein paar wenige darunter haben das Potenzial, die Spieler:innen zu nachhaltigerem Verhalten zu bewegen, indem sie Umwelt- und Klimawandelthemen in den Mittelpunkt rücken. Um diese sogenannten Eco-Games gezielt für die Forschung und für den Schulunterricht nutzen zu können, muss man jedoch zuerst einmal wissen, wie man sie überhaupt aufspürt. „Eine eigene Kennzeichnung als „Ecogame“ gibt es nicht“, betont Moritz Edlinger. „Theoretisch können in jedem Spielgenre Ecogames vorkommen.“

Gemeinsam mit Manuel Ninaus hat er eine Methode entwickelt, um vielversprechende Eco-Games vorzuselektieren, die die beiden kürzlich in der Studie „Analyzing Player Reviews with Natural Language Processing to Identify Ecogames for Education and Research“ veröffentlicht haben. Dabei verwendeten sie Natural Language Processing (NLP) und Künstlicher Intelligenz (KI), um über 186.000 Spielerbewertungen auf der Online-Spiele-Plattform Steam zu analysieren und um auf diese Weise Spiele mit klimarelevanten Inhalten zu erkennen. „Wir nutzen die kollektive Intelligenz der Spieler“, erklärt Manuel Ninaus. „Nur ein sehr kleiner Anteil der Rezensionen thematisiert Nachhaltigkeit – die meisten beziehen sich auf die Spielerfahrung. Die KI-basierten Tools sind notwendig, um das ‚Signal im Noise‘ zu finden.“ 

Studie zeigt: Öko-Videospiel kann Umweltbewusstsein von Spieler:innen steigern

Im Rahmen der Vorselektion wurden 45 Ecogames und 45 Action-Adventure Games als Kontrollgruppe ausgewählt, deren Spielbewertungen mittels zwei NLP-Ansätzen analysiert wurden. Die Vorselektion ermöglicht es, den Pool von Spielen auf eine handhabbare Zahl zu reduzieren, und diese dann für Laboruntersuchungen oder für den Unterricht heranzuziehen.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Ecogames Umweltthemen unterschiedlich stark darstellen. Für den Einsatz im Unterricht wurden die kürzeren Spiele „Beecarbonize“, „Alba: A Wildlife Adventure“ und „Gibbon: Beyond the Trees“ als besonders vielversprechend identifiziert. Die entwickelte Methode stellte ihre methodische Machbarkeit unter Beweis. 

Außerdem fungiert sie als "Proof of Concept" dafür, wie KI genutzt werden kann, um Forschung voranzubringen – in Bereichen, in denen sie menschlich nur mit enormem Aufwand oder gar nicht schaffbar wäre. Darüber hinaus ist das Konzept skalierbar und auf andere Themen wie Diversity oder Growth Mindset übertragbar. „Die Studie diente uns außerdem als Vorstudie für eine geplante Laborstudie, die dann die Medieneffekte untersucht“, sagt Moritz Edlinger, der aktuell an seiner Dissertation arbeitet. 

Moritz Edlinger - Future Education
©M. Feldbaumer

BSc MSc
Moritz Edlinger

moritz.edlinger(at)uni-graz.at

+43 316 380 - 4968
Institut für Psychologie
Manuel Ninaus - Future Education
©Uni Graz/Manuel Feldbaumer

Ass.-Prof. Mag. Dr.rer.nat.
Manuel Ninaus

manuel.ninaus(at)uni-graz.at

+43 316 380 - 8498
Institut für Psychologie

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