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Universität Graz Future Education - Forschungsnetzwerk der Universität Graz Conference Das war die FEC 2026
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"Interdisciplinary Research Perspectives": Das war die FUTURE EDUCATION Conference 2026

Future Education Conference 2026 ©Manuel Feldbaumer
©Manuel Feldbaumer

Was entsteht, wenn unterschiedliche Disziplinen gemeinsam auf die Zukunft von Bildung blicken? Unter dem Motto Interdisciplinary Research Perspectives brachte die FUTURE EDUCATION Conference 2026 an der Universität Graz 214 Teilnehmer:innen aus 25 Nationen zusammen. Fünf internationale Keynotes, 124 Beiträge (Vorträge, Symposien und Posterpräsentationen) aus den Bereichen Pluralität und Diversität in Bildungsprozessen, Sprachen als Werkzeug für gesellschaftliche Teilhabe, Bildungstechnologie(n): interdisziplinär, innovativ, disruptiv und MINT+ für eine nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft machten drei Tage lang sichtbar, wie vielfältig Future Education gedacht und erforscht werden kann – und wie produktiv der Austausch über Disziplin- und Clustergrenzen hinweg ist.

Vom 1. bis 3. September 2026 stand die Universität Graz drei Tage lang im Zeichen interdisziplinärer Bildungsforschung. Die FUTURE EDUCATION Conference 2026 – Interdisciplinary Research Perspectives (FEC 2026) brachte Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen, Ländern und Karrierestufen zusammen und bot Raum für aktuelle Forschung, intensive Diskussionen und neue wissenschaftliche Verbindungen.

Mit 214 Teilnehmer:innen aus 25 Nationen und 129 Beiträgen zeigte die Konferenz nicht nur die Breite aktueller Bildungsforschung. Vor allem wurde deutlich, wie viel entsteht, wenn unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven miteinander ins Gespräch kommen. Research Lectures, Symposien und Posterpräsentationen machten Forschungsergebnisse sichtbar, während zahlreiche Gelegenheiten zum formellen und informellen Austausch (Yoga am Campus oder auch das Science Lunch Date) dazu einluden, Ideen weiterzudenken und neue Kooperationen anzustoßen.

Future Education Conference 2026 ©Manuel Feldbaumer
©Manuel Feldbaumer
FOTORÜCKBLICK: Die FEC 2026 in Bildern
Zwei Preisträgerinnen mit FUTURE EDUCATION Award 2026 ausgezeichnet

Das Tagungsthema Interdisciplinary Research Perspectives war dabei weit mehr als eine Überschrift. Es zog sich durch die drei Konferenztage: Welche Kompetenzen benötigen Lernende in einer zunehmend komplexen, digitalen und pluralen Gesellschaft? Welche Rolle spielen Sprache, Literalität, Kreativität und kritisches Denken? Wie können Bildungstechnologien Lernen unterstützen? Wie können unterschiedliche Voraussetzungen von Lernenden berücksichtigt werden? Wie verändern künstliche Intelligenz und andere digitale Technologien Bildungsprozesse? Und wie können fachliche und überfachliche Perspektiven miteinander verbunden werden?

Gerade diese Vielfalt zeichnete die FEC 2026 aus. Future Education wurde nicht als einzelnes Forschungsfeld verstanden, sondern als gemeinsamer Denk- und Forschungsraum.

Future Education Conference 2026 ©Manuel Feldbaumer
©Manuel Feldbaumer
Mitschnitte der Keynotes der FEC 2026
Abstractbook FEC 2026

Fünf Keynotes – fünf Perspektiven auf Future Education

Einen besonderen Rahmen für die drei Konferenztage bildeten fünf internationale Keynotes. Sie eröffneten unterschiedliche Zugänge zu aktuellen und zukünftigen Bildungsfragen und zeigten zugleich, wie eng viele der Herausforderungen miteinander verbunden sind.

Den Auftakt machte Stéphan Vincent-Lancrin (OECD) mit Fostering Critical Thinking and Creativity – A Way to Improve Education. Kritisches Denken und Kreativität stehen häufig im Zentrum der Diskussion um Kompetenzen für die Zukunft. Stéphan Vincent-Lancrin rückte die Frage in den Mittelpunkt, wie beide tatsächlich im Unterricht gefördert werden können – und zwar innerhalb traditioneller Unterrichtsfächer. Zugleich zeigte er, dass Technologie dabei sowohl unterstützen als auch neue Herausforderungen schaffen kann. Bereits diese erste Keynote griff damit den interdisziplinären Leitgedanken der Konferenz unmittelbar auf: Kritisches Denken und Kreativität sind nicht einzelnen Fächern vorbehalten, sondern benötigen den Austausch zwischen Disziplinen und Forschungszugängen.

Mit Margaret Snowling (University of Oxford) rückten Sprache, Literalität und Lesen in den Mittelpunkt. Ihre Keynote Language, Literacy and Learning to Read widmete sich grundlegenden Voraussetzungen von Bildungsprozessen. Sprache und Lesen sind nicht nur Gegenstände schulischen Lernens, sondern zentrale Grundlagen für Lernen und gesellschaftliche Teilhabe. Die Keynote schlug damit zugleich eine Brücke zu zahlreichen Beiträgen der Konferenz, die sich mit Sprache, Mehrsprachigkeit, Schriftsprachentwicklung und unterschiedlichen Voraussetzungen von Lernenden beschäftigten.

Future Education Conference 2026 ©Manuel Feldbaumer
©Manuel Feldbaumer

Katharina Scheiter (Universität Potsdam) richtete mit Using Educational Technology to Facilitate and Enhance Science Education den Blick auf Bildungstechnologien und deren Potenzial für naturwissenschaftliches Lernen. Ihre Keynote stellte damit eine Frage ins Zentrum, die angesichts der technologischen Entwicklung besondere Aktualität besitzt: Unter welchen Bedingungen unterstützt Technologie Lernen tatsächlich? Digitale Medien eröffnen neue Möglichkeiten der Visualisierung, Interaktion und Unterstützung; ihr didaktischer Mehrwert entsteht jedoch nicht allein durch ihre Verfügbarkeit. Vielmehr braucht es eine evidenzbasierte Gestaltung von Lernumgebungen, in der technologische Möglichkeiten mit Erkenntnissen über Lernen und Lehren verbunden werden.

Eine weitere Perspektive eröffnete Frank C. Worrell (University of California, Berkeley) mit The Future of Learning: Tailoring Educational Approaches to Individual Backgrounds. Seine Keynote rückte die unterschiedlichen Hintergründe und Voraussetzungen von Lernenden in den Mittelpunkt. Zukunftsorientierte Bildung muss demnach nicht nur danach fragen, was gelernt werden soll, sondern ebenso danach, wie Lernumgebungen gestaltet werden können, die unterschiedliche Ausgangsbedingungen berücksichtigen und Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen. Damit berührte die Keynote zentrale Fragen von Diversität, Talententwicklung und Bildungsgerechtigkeit, die sich auch durch zahlreiche Beiträge der Konferenz zogen.

Den Abschluss bildete Constance Steinkuehler (University of California, Irvine) mit The Future of Games for Learning. Ihre Perspektive auf Games ging weit über die häufig diskutierten Fragen nach Motivation und Kompetenzentwicklung hinaus. Games wurden auch als Räume des gemeinsamen Denkens, Handelns und Aushandelns sichtbar. Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Herausforderungen wie Desinformation und Polarisierung stellte die Keynote damit auch die Frage nach dem Potenzial von Spielen für kritisches Urteilen, gemeinsames Verstehen und gesellschaftliche Vorstellungskraft.

In ihrer Unterschiedlichkeit bildeten die fünf Keynotes einen gemeinsamen Rahmen: Future Education betrifft kognitive und sprachliche Grundlagen ebenso wie Technologie, Diversität, gesellschaftliche Verantwortung, Kreativität und neue Formen des Lernens.

Future Education Conference 2026 ©Manuel Feldbaumer
©Manuel Feldbaumer

Interdisciplinary Research Perspectives: wenn aus Clustern Verbindungen werden

Die Vielfalt der Beiträge spiegelte sich in den vier Forschungsclustern des Netzwerks FUTURE EDUCATION wider: Pluralität und Diversität in Bildungsprozessen, Sprachen als Werkzeug für gesellschaftliche Teilhabe, Bildungstechnologie(n): interdisziplinär, innovativ, disruptiv und MINT+ für eine nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft. Die Cluster boten Orientierung im umfangreichen Programm, waren jedoch keineswegs als voneinander getrennte Bereiche zu verstehen. Besonders deutlich wurde während der drei Tage, dass die vier Cluster weniger Grenzen als Ausgangspunkte für den interdisziplinären Austausch darstellten. Zahlreiche Sessions waren explizit mehr als einem Cluster zugeordnet. Die verschiedenen Bereiche wurden im Programm bewusst zusammengedacht. Genau darin wurde das Tagungsthema Interdisciplinary Research Perspectives greifbar: So entstanden nicht einfach vier parallele Forschungsbereiche. Vielmehr wurde ein gemeinsamer Forschungsraum sichtbar, in dem sich Fragestellungen, theoretische Perspektiven und methodische Zugänge begegneten.

Future Education wurde dadurch auch nicht als Prognose darüber verstanden, wie Bildung irgendwann aussehen wird. Vielmehr wurde die Zukunft von Bildung als etwas sichtbar, das bereits heute in Forschung, Unterricht, Technologieentwicklung und bildungspolitischen Entscheidungen mitgestaltet wird.

Future Education Conference 2026 ©Manuel Feldbaumer
©Manuel Feldbaumer

Mehr als Vorträge: Räume für Austausch und Vernetzung

Eine Konferenz lebt nicht allein von ihrem wissenschaftlichen Programm. Ein wesentliches Anliegen der FEC 2026 war es deshalb, auch jenseits der einzelnen Sessions Räume für Begegnung und Austausch zu schaffen.

Ein besonderes Format dafür war das Science Lunch Date. Je zwei Forschende wurden für ein gemeinsames Mittagessen zusammengebracht – mit dem Ziel, Wissen und Erfahrungen auszutauschen, Inspiration zu finden und Brücken zwischen Disziplinen und Forschungsgenerationen zu bauen. Auch die Music Night, gemeinsame Stadtführungen und weitere informelle Programmpunkte boten Gelegenheit, Diskussionen aus den Sessions weiterzuführen, neue Perspektiven kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Gerade die Verbindung von wissenschaftlichem Austausch und persönlicher Begegnung prägte die Atmosphäre der Konferenz. Zwischen Keynotes, Research Lectures, Symposien und Posterpräsentationen entstanden immer wieder Gespräche, die Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zusammenführten.

Nach drei intensiven Konferenztagen bleibt deshalb weit mehr als eine Vielzahl präsentierter Forschungsergebnisse. Die FUTURE EDUCATION Conference 2026 hat gezeigt, wie produktiv es ist, Bildungsfragen gemeinsam und über disziplinäre Grenzen hinweg zu bearbeiten. Interdisciplinary Research Perspectives war auf der FEC 2026 deshalb nicht nur das Tagungsthema, sondern wurde in den drei Tagen gelebt.

Ein herzliches Danke gilt allen Keynote Speakers, Vortragenden, Posterautor:innen, Chairs, Discussants und Teilnehmer:innen, die ihre Forschung, ihre Fragen und ihre Perspektiven eingebracht haben. Ebenso danken wir allen, die vor und hinter den Kulissen an der Organisation und Durchführung beteiligt waren und damit die FEC 2026 möglich gemacht haben. Danke für drei intensive, inspirierende und verbindende Tage – und für die vielen interdisziplinären Perspektiven auf die Zukunft von Bildung.

 

Hinweis zur KI-Nutzung: Bei der Erstellung dieses Beitrags wurde generative KI zur sprachlichen Überarbeitung und Strukturierung insbesondere Kürzung des Textes eingesetzt, denn so viel Inspiration ließ sich nur schwer in einen Text packen.

Future Education Conference 2026 ©Manuel Feldbaumer
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